Schiedsstelle nach § 130b Abs. 5 SGB V

Pharma-Schiedsstelle

Allgemein

Der GKV-Spitzenverband und die für die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildeten maßgeblichen Spitzenorganisationen der pharmazeutischen Unternehmer auf Bundesebene bilden diese Schiedsstelle. Sie besteht aus einem unparteiischen Vorsitzenden und zwei weiteren unparteiischen Mitgliedern sowie aus jeweils zwei Vertretern der Vertragsparteien.

Schiedssprüche

Die Entscheidungen der Schiedsstelle nach § 130b Abs. 4, 7 und 9 SGB V können in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

Amtsperiode

Die Amtsperiode der Schiedsstellenmitglieder beträgt vier Jahre und endet am 30.06.2023.

Besetzung

Vorsitzender unparteiisches Mitglied unparteiisches Mitglied
Prof. Dr. Stefan Huster Prof. Dr. Frank-Ulrich Fricke Dr. Leonhard Hansen
Prof. Dr. Thorsten Kingreen, Stellvertreter Dr. Heinz Riederer, Stellvertreter Wolfgang Kaesbach, Stellvertreter
  Prof. Dr. Dr. Klaus H. Nagels, Stellvertreter  

Schiedsstellenträger

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V. (BAH) ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die im BAH organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit.

Die Aufgabe des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) ist es, die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der pharmazeutischen Industrie zu vertreten: Der BPI wirkt mit erfolgreichen Unternehmen, qualifizierten Mitarbeitern, hoher Produktivität, innovativen Produkten und guten Arbeitsbedingungen daran mit, den Pharma-Standort Deutschland langfristig und konkurrenzfähig zu sichern. Konkrete Themen, die für den BPI wichtig sind, sind vor allem Gesundheits- wie Standortpolitik, Versorgungssicherheit und Arzneimittelgesetzgebung. Diese werden auf Landes- wie auf Bundesebene als auch in Europa vertreten.

Der GKV-Spitzenverband ist der Verband aller gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Er vertritt die Kranken- und Pflegekassen auf Bundesebene. Der GKV-Spitzenverband übernimmt alle nicht wettbewerblichen Aufgaben in der Kranken- und Pflegeversicherung auf Bundesebene. Der GKV-Spitzenverband ist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217a SGB V.

Pro Generika e. V. ist der Verband der Generika- und Biosimilarunternehmen in Deutschland. Pro Generika vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Generika und Biosimilars entwickeln, herstellen und vermarkten. Durch den Einsatz von Generika und Biosimilars werden im Gesundheitssystem wichtige finanzielle Ressourcen eingespart – bei gleichbleibend hoher Qualität der Arzneimittelversorgung. Generika und Biosimilars sorgen damit für nachhaltigen Zugang der Patienten zu modernen Arzneimitteln.

Der Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e. V. (VAD) vertritt die Interessen von führenden Arzneimittel-Importeuren in Deutschland. Der 2000 ins Leben gerufene Verband setzt sich gegenüber der Politik, den Institutionen des Gesundheitswesens sowie der Öffentlichkeit für die Belange der Branche ein. Der VAD fördert den Gedanken- und Informationsaustausch innerhalb der Branche und verbessert – etwa durch öffentliche Veranstaltungen – den allgemeinen Wissensstand im Bereich Importarzneimitteln. Die Mitglieder des Verbands repräsentieren derzeit über 50 Prozent des Umsatzes mit parallel- und reimportierten Arzneimitteln in Deutschland.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V. vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden forschenden Pharma-Unternehmen und über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren mehr als zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 80.000 Mitarbeiter. Sie gewährleisten den therapeutischen Fortschritt bei Arzneimitteln und sichern das hohe Niveau der Arzneimitteltherapie. Mehr als 17.000 ihrer Mitarbeiter sind in Deutschland für die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln tätig. Allein in Deutschland investieren die forschenden Pharma-Unternehmen jährlich rund 6,2 Mrd. Euro in die Arzneimittelforschung für neue und bessere Medikamente.

Dokumente

Weiterführende Links

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